Geschichte


Die lange Tradition der Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln

 

Verschrieben dem Zweck der Traditions- und Brauchtumspflege des Kölner Karnevals mit Sitz in Köln-Ehrenfeld ist die Karnevalsgesellschaft Bürgergarde „blau-gold“ von 1904 e.V. Köln eines der neun Traditionskorps im Kölner Karneval sowie ordentliches Mitglied im Festkomitee Kölner Karneval und Mitglied im Bund Deutscher Karneval. Dabei hat die Bürgergarde "blau-gold" bereits eine lange Geschichte.

 

Ehrenfeld erhielt 1867 das Stadtrecht und wurde 1888 nach Cöln eingemeindet. Die Stadtfarben waren blau-gold. Die Bürgergarde ist ein Zusammenschluss der Großen Cöln-Ehrenfelder C.G. von 1904, der Allgemeinen Ehrenfelder K.G. von 1911 und der Ehrenfelder K.G. „Funkengarde blau-gold“ von 1951. Der Zusammenschluss erfolgte 1955 auf Wunsch des Festkomitee Kölner Karneval und war der Grundstein für die „Große Allgemeine Ehrenfelder K.G. blau-gold“. 1971 hatte dann der langjährige Präsident der Gesellschaft, Hans Wallpott, den Gedanken, ein Korps in den traditionellen friderizianischen Uniformen, wie es die anderen Korps auch haben, zu gründen. Die Farben sollten „blau-gold“ sein. 1981 änderte die Gesellschaft noch einmal ihren Namen in Bürgergarde „blau-gold“.

 

Die Bürgergarde ist Gründungsmitglied des 1953 gegründeten Festausschuss Ehrenfelder Karneval und Trägergesellschaft des am Veilchendienstag stattfindenden Ehrenfelder Dienstagszuges, der 1954 erstmals als „Ihrefelder Kinderzog“ startete und einer der größten Stadtteilzüge Kölns ist. Zudem hat der Festausschuss Ehrenfelder Karneval, dem die Bürgergarde federführend angehört, 1965 das Kölner Kinderdreigestirn ins Leben gerufen. In den ersten Jahren wurde das Kinderdreigestirn von der Bürgergarde ausgesucht und betreut. Vor einigen Jahren hat das Festkomitee Kölner Karneval die Schirmherrschaft für das Kinderdreigestirn übernommen.

 

Am 10. Februar 2001 wurde die Bürgergarde vom damaligen Festkomitee-Präsidenten Hans-Horst Engels zum Traditionskorps ernannt.

 

In der Session 2010/2011 stellte die Bürgergarde „blau-gold“ mit Frank Steffens als Prinz Frank I., Günter Flüch als Bauer Günter und Hans René Sion als Jungfrau Reni erstmals ein Dreigestirn im Kölner Karneval. 

 

Das Korps der Gesellschaft gliedert sich in Tanz-, Begleit- und Offizierskorps, den Regimentsmusikzug und den Spielmannszug. Seit 2000 gibt es die „Tanzmäuse“, eine Tanzgruppe für Kinder und Jugendliche von 4 bis 18 Jahren, und seit 2011 gibt es in der Bürgergarde ein eigenes Reiterkorps.

 

Wie auch die anderen Traditionskorps ist die Bürgergarde eine reine Männergesellschaft, in der Frauen nicht Mitglied werden können. Die Musikerinnen und Tänzerinnen sind als „förderndes Mitglied“ in die Garde aufgenommen worden und haben einen eigenen Prunkwagen im Kölner Rosenmontagszug.

 

Unser Domizil - Der "blau-gold" Turm


Domizil der Bürgergarde ist ein historischer Wasserturm, von 1890, der ehemaligen Vereinigten Deutschen Metallwarenfabriken (VDM) im heutigen Leo-Amann-Park in Köln-Ehrenfeld. Eher zufällig entdeckte 1982 Bürgergarde-Präsident Hans Wallpott bei Abrissarbeiten der Fabrikanlage den Turm inmitten der Fabrikruinen. Er konnte die Stadtkonservatorin Hiltrud Kier vom Erhalt des Turmes überzeugen und 1983 gründete sich der gemeinnützige „Verein der Freunde und Förderer Blau-Gold-Turm“. Die Bürgergarde sorgte für die Restaurierung des Industriedenkmals und gab ihm den Namen „Blau-Gold-Turm“. Die Bürgergarde ist per Erbbaurechtsvertrag Eigentümer des Turms bis ins Jahr 2085. Im Turm steht auch die Justitia von 1880 aus dem Rathaus der ehemaligen Stadt Ehrenfeld. Ein Abguss der Statue befindet sich im Amtsgericht Köln.